Der Goldstrand an der bulgarischen Küste des Schwarzen Meeres ist einer der meistbesuchten touristischen Destinationen des Landes auf der Balkanhalbinsel. Der bulgarische Begriff Slatni pjasazi bedeutet übersetzt im wörtlichen Sinne “Goldene Sande”. Dieser Strand befindet sich etwa 20 km nördlich der Großstadt Warna. Der Strand ist fast 4 km lang und an seinen weitläufigsten Bereichen fast 100 m breit. Die Bezeichnung dieses Strandes ist schon Jahrhunderte alt und geht auf die feinkörnige Struktur des Sandes und seine Farbe zurück. So ist dieser Name keine Erfindung der Tourismusbranche, anders als bei dem weiter südlich gelegenen “Sonnenstrand”.
Der Ort gleichen Namens spielte schon zu Zeiten des Sozialismus in der damaligen Volksrepublik Bulgarien für den Tourismus eine große Rolle. Badelustige und Sonnenhungrige aus Bulgarien sowie privilegierte Urlauber aus anderen sozialistischen Ländern genossen schon damals die Vorzüge dieses Strandes. Deshalb hatte sich schon eine gewisse touristische Infrastruktur entwickelt. Der Ort gleichen Namens besteht bis auf eine kleine orthodoxe Kapelle ohne Ausnahme aus dem Tourismus dienenden Bauten. Das Bild wird geprägt von Hotels, Restaurants und Supermärkten. Die Angestellten dieser Einrichtungen leben fast ausnahmslos außerhalb des Ortes.
Am Goldstrand beginnt die Hauptsaison im Juni und endet im August. Die Badesaison beginnt jedoch schon Mitte Mai und dauert bis Mitte Oktober. Am Strand entstanden eine Reihe von Appartementhäuser in recht luxuriösem Stil bzw. sind noch im Bau. Damit möchte man erreichen, dass der Goldstrand auch ganzjährig von den Touristen angenommen wird. Man sollte hier jedoch Augenmaß bewahren, denn schon jetzt läuft dieses schöne Fleckchen Erde Gefahr, sich zum “Ballermann auf dem Balkan” zu entwickeln. Im Sommer treten bereits verschiedene, vorrangig deutsch singende, Schlagerstars hier auf. Schon jetzt existiert hier die größte Partymeile ganz Bulgariens. Nicht zuletzt haben hier eine Unmenge neue Geschäfte eröffnet, die zum Teil Ableger deutscher Ketten sind und sich bei Ihrer Namensfindung eng an deutsche Vorbilder angelehnt haben.