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Mit dem Bulli bis nach Istanbul

Montag, 25. Oktober 2010

Eine lange Reise mit dem Bulli zu unternehmen ist ein Traum, den viele junge Menschen haben, den aber nur die wenigsten leben. Das Auseinanderklaffen von Wunschtraum und tatsächlicher Umsetzung hat oft zweierlei Gründe: Zum einen haben die meisten Reiselustigen oft keinen passenden Bulli zur Verfügung. Zum Anderen sind sie oft unsicher, welche Route für solch eine Tour realistisch machbar und außerdem lohnenswert und vielseitig ist. Keiner dieser beiden Gründe sollte ein grundlegendes Hindernis darstellen. Zuerst einmal: Man kann ein Auto mieten, und somit natürlich auch einen Bulli. Zum zweiten: Tolle Routen gibt es in Europa zahlreiche.

Wer Spanien, Italien und Frankreich schon zur Genüge bereist hat und einmal was Neues sehen möchte dürfte an dieser Route gefallen finden: Ein Bulli-Tour von Deutschland bis nach Istanbul – über Tschechien, Slowenien, Ungarn, Serbien und Bulgarien. Aus Berlin beispielsweise sind das 2.222 Kilometer, eine Strecke die durchaus zu bewältigen ist wenn man genügend Abenteuerlust und Zeit mitbringt. In sieben Ländern kann man zahlreiche Stopps einlegen und die faszinierenden Städte Osteuropas entdecken, u.a. Prag, Budapest, Bukarest und das schöne Sofia in Bulgarien. Diese Länder, die als Reiseländer verstärkt im Kommen sind, bieten zur Zeit noch viel Ursprüngliches und Sehenswertes zu sehr erschwinglichen Preisen. Ein Auto mieten muss demnach nicht unbedingt zu teuer sein. Benzin ist vor Ort um Einiges günstiger als in Deutschland. Und die Mietgebühren sind durchaus bezahlbar wenn man bedenkt, dass man sich sämtliche Übernachtungskosten sparen und im Bulli übernachten oder aber auf günstigen Campingplätzen pausieren kann. Hotel- oder Hostelkosten entfallen und der Urlaub wird zu einem ganz besonderen und bestimmt unvergesslichen Trip.

Erst einmal in Bulgarien angekommen kann man ideal einige Tage Strandurlaub einbauen um sich von der bisherigen Fahrt zu erholen. Danach wartet dann die pulsierende Metropole Istanbul, die einen durch ihren Mix aus europäischen und asiatischen Einflüssen verzaubern wird. Die Zwischenstationen können natürlich auch erst auf dem Rückweg angefahren werden. Ob man sich auf dem Hinweg oder auf dem Rückweg mehr Zeit lassen möchte ist eine individuelle Entscheidung. Mit dem Bulli bis nach Istanbul – die Route wäre somit geplant. Fragt sich nur noch: Woher nun den Bulli nehmen? Im Freundeskreis anfragen oder aber ein Auto mieten? Letzteres ist wie schon erwähnt oft günstiger als man denkt und erspart außerdem mühselige Absprachen und Preisverhandlungen mit Bekannten – denn mit Freunden macht man bekanntlich besser keine Geschäfte.

Bulgarien – ein beliebtes Land für einen Urlaub

Freitag, 06. November 2009

Der Fall des Eisernen Vorhangs hat auch für Bulgarien die Wende in Sachen Tourismus gebracht. Zwar war die Schwarzmeerküste in Bulgarien auch zu Ostblockzeiten sehr beliebt. Der Durchbruch zum Massentourismus setzte gelang jedoch erst gegen Ende der 1990er Jahre. Ein weiterer Schub setzte mit dem Beitritt Bulgariens zur Europäischen Union im Jahr 2007 ein. Neben dem klassischen Badeurlaub am Schwarzen Meer wachsen auch die Bereiche Jagdtourismus, Wintersport und der Kulturtourismus.

Die größte Besuchergruppe bilden mittlerweile Urlauber aus Deutschland, gefolgt von Rumänen, Russen, Tschechen und Polen. Die Besucherzahlen steigen stetig, so dass der Tourismus sich weiter zum unverzichtbaren Wirtschaftszweig entwickelt.

Weltkulturerbe der UNESCO in Bulgarien

In dem südosteuropäischen Urlaubsland gibt es eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, die zum Weltkulturerbe zählen. Diesen Status hat seit 1979 zum Beispiel die Kirche von Bojana: Sie befindet sich beim Berg Vitoscha in einem Außenbezirk der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Es handelt sich um eine bulgarisch-orthodoxe Kirche, die aus drei Gebäudeteilen mit sehr unterschiedlichem Alter besteht. Drr Weltwerbe-Titel wurde ihr aufgrund bedeutender Fresken aus dem 13. Jahrhundert zu teil. Die Malereien sind damals auf noch älteren Bilder erstellt worden. Sie gelten als am besten erhaltene Beispiele mittelalterliche osteuropäischer Kunst. Ein Besuch während eines Urlaub in Bulgarien lohnt in jedem Fall.

Auch das Rila-Kloster im Rila-Gebirge ist in die Liste des Weltkulturerbe aufgenommen worden. Das orthodoxe Kloster ist noch heute in Betrieb und das größte im Land. Die Gründung kann nicht exakt datiert werden, soll jedoch im 10. Jahrhundert durch einen Mönch geschehen sein. Das Kloster Rila liegt etwa 120km im Süden von Sofia auf 1147 Metern Seehöhe. Es ist das wichtigste Ziel von religiösem Tourismus in Bulgarien. Die heutigen Gebäude entstanden im 19. Jahrhundert, nachdem ein Brand das alte Kloster zerstört hatte. Der Neubau zeigt sich im Stil der bulgarischen Renaissance.

Ein weiteres Welterbe sind die Felskirchen von Iwanowo. Es handelt sich um Kirchen, kleine Kapellen und Räume des Kloster Iwanowo. Auch hier finden sich viele Fresken aus Zeiten der byzantinischen Renaissance. Die Kirchenanlagen ist daher seit 1979 auf der Welterbeliste. Die Felsenkirchen wurden in den Berg hinein geschlagen und reich ausgemalt. Die wichtigsten Fresken befinden sich in der Kirche der Jungfrau Maria. Sie zeigen die letzten Tage im Leben Jesu. Um die Jahrtausendwende wurden sie aufwendig konserviert.