Archiv für die Kategorie ‘Tourismus’

Der Goldstrand

Donnerstag, 21. Juli 2011

Der Goldstrand an der bulgarischen Küste des Schwarzen Meeres ist einer der meistbesuchten touristischen Destinationen des Landes auf der Balkanhalbinsel. Der bulgarische Begriff Slatni pjasazi bedeutet übersetzt im wörtlichen Sinne “Goldene Sande”. Dieser Strand befindet sich etwa 20 km nördlich der Großstadt Warna. Der Strand ist fast 4 km lang und an seinen weitläufigsten Bereichen fast 100 m breit. Die Bezeichnung dieses Strandes ist schon Jahrhunderte alt und geht auf die feinkörnige Struktur des Sandes und seine Farbe zurück. So ist dieser Name keine Erfindung der Tourismusbranche, anders als bei dem weiter südlich gelegenen “Sonnenstrand”.

Der Ort gleichen Namens spielte schon zu Zeiten des Sozialismus in der damaligen Volksrepublik Bulgarien für den Tourismus eine große Rolle. Badelustige und Sonnenhungrige aus Bulgarien sowie privilegierte Urlauber aus anderen sozialistischen Ländern genossen schon damals die Vorzüge dieses Strandes. Deshalb hatte sich schon eine gewisse touristische Infrastruktur entwickelt. Der Ort gleichen Namens besteht bis auf eine kleine orthodoxe Kapelle ohne Ausnahme aus dem Tourismus dienenden Bauten. Das Bild wird geprägt von Hotels, Restaurants und Supermärkten. Die Angestellten dieser Einrichtungen leben fast ausnahmslos außerhalb des Ortes.

Am Goldstrand beginnt die Hauptsaison im Juni und endet im August. Die Badesaison beginnt jedoch schon Mitte Mai und dauert bis Mitte Oktober. Am Strand entstanden eine Reihe von Appartementhäuser in recht luxuriösem Stil bzw. sind noch im Bau. Damit möchte man erreichen, dass der Goldstrand auch ganzjährig von den Touristen angenommen wird. Man sollte hier jedoch Augenmaß bewahren, denn schon jetzt läuft dieses schöne Fleckchen Erde Gefahr, sich zum “Ballermann auf dem Balkan” zu entwickeln. Im Sommer treten bereits verschiedene, vorrangig deutsch singende, Schlagerstars hier auf. Schon jetzt existiert hier die größte Partymeile ganz Bulgariens. Nicht zuletzt haben hier eine Unmenge neue Geschäfte eröffnet, die zum Teil Ableger deutscher Ketten sind und sich bei Ihrer Namensfindung eng an deutsche Vorbilder angelehnt haben.

Wanderurlaub in Bulgarien

Freitag, 18. März 2011

Für viele ist Bulgarien das perfekte Reiseziel für einen entspannten Sommerurlaub am Strand. Doch auch Aktivurlauber zieht es nach Bulgarien. Denn die landschaftliche Schönheit des südosteuropäischen Landes bleibt nicht auf herrliche Strände mit weißem Sand und kristallklarem Wasser beschränkt. Weite Teile des Landes sind gebirgig und je nach Gebirge zeigt sich die Schönheit der Berge Bulgariens von einer vollkommen anderen Seite. Aus diesem Grund hat sich Bulgarien auch seit Jahren zu einem überaus beliebten Ziel für einen Wanderurlaub gemausert. Denn nicht nur die landschaftliche Schönheit der einzelnen Regionen ist reizvoll, sondern auch die milden Temperaturen bis weit in den Herbst hinein machen einen Wanderurlaub in Bulgarien attraktiv.
Fast durch sämtliche bulgarische Gebirgszüge führen gut markierte Wege, die es auch Anfängern erlauben, sich auf eine Wanderung durch das bulgarische Gebirge zu wagen. Insgesamt sind es über 30000 Kilometer, so dass leicht vorstellbar ist, dass die Wege verschiedene Schwierigkeitsgrade aufweisen und sowohl für einen Anfänger als auch für ambitionierte und erfahrene Wanderer die passenden Strecken dabei sind.
Dank der an vielen Stellen nahezu unberührten Natur in Bulgarien halten diese Wanderungen wahrlich traumhafte Anblicke bereit. Durch das Gebirge wandert man vorbei an Höhlen, Flüssen und Ebenen bis hin zu beeindruckenden Canyons und Wasserfällen. Die Chancen einen Blick auf seltene Tiere und Pflanzen erhaschen zu könne, stehen dabei ebenso gut wie darauf das absolut perfekte Foto zu machen.
Zum Wandern nach Bulgarien zu fahren, ist heute längst kein Geheimtipp mehr. Und das hat seine Vorzüge. Denn das Angebot an kleinen, gemütlichen Hütten und Gästehäusern ist ebenso groß wie das an richtig schicken Hotels und guten Restaurants und Gasthäusern. Wer also erst mit dem Wandern anfängt und seine Grenzen noch nicht genau kennt, braucht hier keine Angst haben, verloren zu gehen. Wer seine Grenzen hingegen ganz bewusst austesten möchte, der kann problemlos auch anspruchsvolle Strecken finden und wochenlange Trekkings unternehmen ohne sich in landschaftlicher Hinsicht langweilen zu müssen.