Bulgarien – ein beliebtes Land für einen Urlaub
Der Fall des Eisernen Vorhangs hat auch für Bulgarien die Wende in Sachen Tourismus gebracht. Zwar war die Schwarzmeerküste in Bulgarien auch zu Ostblockzeiten sehr beliebt. Der Durchbruch zum Massentourismus setzte gelang jedoch erst gegen Ende der 1990er Jahre. Ein weiterer Schub setzte mit dem Beitritt Bulgariens zur Europäischen Union im Jahr 2007 ein. Neben dem klassischen Badeurlaub am Schwarzen Meer wachsen auch die Bereiche Jagdtourismus, Wintersport und der Kulturtourismus.
Die größte Besuchergruppe bilden mittlerweile Urlauber aus Deutschland, gefolgt von Rumänen, Russen, Tschechen und Polen. Die Besucherzahlen steigen stetig, so dass der Tourismus sich weiter zum unverzichtbaren Wirtschaftszweig entwickelt.
Weltkulturerbe der UNESCO in Bulgarien
In dem südosteuropäischen Urlaubsland gibt es eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, die zum Weltkulturerbe zählen. Diesen Status hat seit 1979 zum Beispiel die Kirche von Bojana: Sie befindet sich beim Berg Vitoscha in einem Außenbezirk der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Es handelt sich um eine bulgarisch-orthodoxe Kirche, die aus drei Gebäudeteilen mit sehr unterschiedlichem Alter besteht. Drr Weltwerbe-Titel wurde ihr aufgrund bedeutender Fresken aus dem 13. Jahrhundert zu teil. Die Malereien sind damals auf noch älteren Bilder erstellt worden. Sie gelten als am besten erhaltene Beispiele mittelalterliche osteuropäischer Kunst. Ein Besuch während eines Urlaub in Bulgarien lohnt in jedem Fall.
Auch das Rila-Kloster im Rila-Gebirge ist in die Liste des Weltkulturerbe aufgenommen worden. Das orthodoxe Kloster ist noch heute in Betrieb und das größte im Land. Die Gründung kann nicht exakt datiert werden, soll jedoch im 10. Jahrhundert durch einen Mönch geschehen sein. Das Kloster Rila liegt etwa 120km im Süden von Sofia auf 1147 Metern Seehöhe. Es ist das wichtigste Ziel von religiösem Tourismus in Bulgarien. Die heutigen Gebäude entstanden im 19. Jahrhundert, nachdem ein Brand das alte Kloster zerstört hatte. Der Neubau zeigt sich im Stil der bulgarischen Renaissance.
Ein weiteres Welterbe sind die Felskirchen von Iwanowo. Es handelt sich um Kirchen, kleine Kapellen und Räume des Kloster Iwanowo. Auch hier finden sich viele Fresken aus Zeiten der byzantinischen Renaissance. Die Kirchenanlagen ist daher seit 1979 auf der Welterbeliste. Die Felsenkirchen wurden in den Berg hinein geschlagen und reich ausgemalt. Die wichtigsten Fresken befinden sich in der Kirche der Jungfrau Maria. Sie zeigen die letzten Tage im Leben Jesu. Um die Jahrtausendwende wurden sie aufwendig konserviert.