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Bulgarien als Ziel für bolivianisches Kokain

11. Juni 2010

Das malerische Urlaubsland Bulgarien ist manchmal in den Drogenschmuggel verwickelt. So haben bulgarische Zöllner 714 Liter hochkonzentriertes und verflüssigtes Kokain beschlagnahmt. Die Schmuggler hatten sich ein denkbar unauffälliges Versteck für ihre Ware ausgesucht: Sie füllten Weinflaschen mit der Rauschdroge und beklebten sie mit falschen Etiketten.

Wie der Zoll mitteilte, entdeckte man das Rauschgift in einer Schiffsladung mit Wein aus Bolivien im Schwarzmeer-Hafen Warna. Das Kokain befand sich laut der Behörde in über 1.000 als “Kohlberg”-Wein etikettierten Flaschen, die zwischen Kisten mit echten Weinflaschen aus Bolivien lagen. Die Aktion führte man nach Angaben der Zollbehörde im Rahmen eines sechsmonatigen Einsatzes gemeinsam mit der DEA, der US-Anti-Drogen-Behörde, durch.

Bulgarien – ein beliebtes Land für einen Urlaub

6. November 2009

Der Tourismus in Bulgarien lässt sich in mehrere Bereiche unterteilen. Zu diesen Teilbereichen gehören der Erholungs- und Badetourismus, der Jagdtourismus, der Wintersport und der Kulturtourismus. Seit den neunziger Jahren hat sich in erster Linie der Tourismus an der Schwarzmeerküste stark entwickelt.

Im Jahre 2006 besuchten bis September über vier Millionen ausländische Touristen Bulgarien. Von den Feriengästen stammten 491.897 aus Deutschland, 287.320 aus Rumänien, 201.283 aus Russland, 118.531 aus Tschechien, 114.020 aus Polen, 81.708 aus der Ukraine, 54.549 aus Irland und 53.188 aus den USA. Die Zahl der Besucher wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 5,39 Prozent. In den ersten acht Monaten des Jahres 2006 betrugen die Einnahmen aus dem internationalen Tourismus auf ungefähr 1,55 Milliarden Euro. Eine besondere Anziehungskraft für Besucher des Landes besitzen die Kultur-Denkmäler des UNESCO-Weltkulturerbes.

Weltkulturerbe der UNESCO in Bulgarien

In dem südosteuropäischen Urlaubsland gibt es eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, die zum Weltkulturerbe zählen. Diesen Status hat zum Beispiel die Kirche von Bojana: Sie befindet sich am Fuße des Berges Vitoscha acht Kilometer südlich des Stadtzentrums von Sofia. Die Kirche wurde 1979 in die UNESCO-Liste aufgenommen. Nach Erweiterungen handelt es sich heute um einen dreiteiligen Kirchenkomplex, der für ein Fresko aus dem Jahre 1259 bekannt ist. Es ist eines der bedeutendsten Beispiele für mittelalterliche Malerei in Osteuropa und sollte bei einem Urlaub in Bulgarien aufjedenfall besichtigt werden.

Auch dem Rila-Kloster ist diese Ehre zuteil geworden. Das Kloster befindet sich 117 Kilometer südlich von Sofia und 1147 Metern über dem Meeresspiegel im gleichnamigen Rila-Gebirge. Schüler des Einsiedlers Iwan Rilski gründeten es im 10. Jahrhundert. Im Mittelalter erhielt das Kloster von vielen Zaren Geschenke und war ein wichtiges soziales und kulturelles Zentrum. In der heutigen Form besteht es seit dem 19. Jahrhundert. Das Kloster wurde damals nach einem Brand im Stile der bulgarischen Renaissance neu aufgebaut. Das Rila-Kloster steht seit 1983 auf der Liste des Weltkulturerbes.

Ein weiteres Welterbe sind die Felskirchen von Iwanowo. Die Gruppe von Kirchen, Kapellen und Klosteranlagen ist seit 1979 in der Liste des Weltkulturerbes zu finden. Sie liegt 73 Kilometer von der ehemaligen bulgarischen Hauptstadt Weliko Tarnowo entfernt. Es handelt sich bei den Felsenkirchen um natürliche Höhlen und deren in Kalkstein geschlagene Erweiterungen. Die Zentralkirche ist die Kirche der Jungfrau Maria. Sie weist die schönsten Fresken der Kirchen-Gruppe auf.